Bald auch Hoverboards auf deutschen Straßen?

Elektroscooter oder auch kurz E-Scooter, bieten eine schnelle und komfortable Alternative der Fortbewegung. Dabei meint der Elektroscooter gleich mehrere Geräte, auf denen man sich fortbewegen kann: zum einen den Elektro-Tretroller, der von einem Elektromotor angetrieben wird, dem Elektromobile und dem Elektromotoroller. Beim Elektromobile handelt es sich um elektrisch angetriebene Leichtfahrzeuge, diese werden vor allem von Menschen benutzt, die auf einen Rollstuhl oder eine andere Gehhilfe angewiesen sind. Der Elektromotoroller ist ein Motoroller, der mit sich mit Elektroantrieb bewegt.

All diese Modelle, die als Elektroscooter bezeichnet werden, können unter bestimmten Voraussetzungen im Straßenverkehr benutzt werden. Der Elektrotretroller beispielsweise, der auch als Elektroscooter bezeichnet wird, ist besonders seit den 2010er Jahren sehr beliebt. Die Rechtslage in Deutschland war bisher schwierig, soll aber bis Juni 2019 in Kraft gesetzt werden.

So sollen E-Scooter ab einem Mindestalter von 12 Jahren überhaupt erst gefahren werden dürfen, hier gilt eine Maximalgeschwindigkeit von 12 km/h. Ab 14 Jahren dürfen dann Elektroscooter mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h gefahren werden. Eine Helmpflicht ist bislang nicht vorgesehen, allerdings wird das Tragen eines Helmes empfohlen, da dennoch Geschwindigkeiten wie mit dem Fahrrad erreicht werden können.

Wer einen Elektroscooter besitzt, benötigt keinen Führerschein, da man- so die Argumentation des Gesetzgebers- auch für das Fahrrad keinen Führerschein benötigt und ähnliche Geschwindigkeiten erreicht werden. Die E-Scooter ab 12 km/h dürfen auf dem Bürgersteig, bzw. Radweg benutzt werden, jedoch nicht auf Schnellstraßen, fehlen Radwege, darf man (in einer geschlossenen Ortschaft) auch die Straße nutzen. Zudem muss gewährleistet sein, dass die E-Scooter mit einem Licht ausgestattet sind und ggf. über eine Versicherungsplakette, die am hinteren Teil des E-Scooters angebracht wird, ausgestattet sind.

Für Elektromobile gelten andere Regeln, so muss der Fahrer ab einer bestimmten Geschwindigkeit, die das Gerät leistet, eine Haftpflichtversicherung abschließen, Je nach Geschwindigkeit dürfen sie auf dem Bürgersteig gefahren werden, besondere Regelungen gelten jedoch im ÖPNV- hier darf das Elektromobil ein bestimmtes Gewicht und eine maximale Länge nicht überschreiten.

Zudem muss sichergestellt sein, dass der Fahrer im Bus bei einer Bremsung etc. nicht mit dem Elektromobil umfällt und sich oder andere Fahrgäste verletzen kann. Ein Führerschein wird nicht benötigt, dennoch darf das Elektromobil erst ab einem Alter von mindestens 15 Jahren gesteuert werden, wenn es schneller als 10 km/h fährt. Darunter gibt es keine Altersbegrenzung.

Gilt für Hoverboards das gleiche Recht wie für Elektroroller?

Das Hoverboard bildet immer noch eine Ausnahme zu den oben genannten Gefährten. Beim Hoverboard handelt es sich um ein E-Board, welches einem Skateboard nicht unähnlich sieht. Dieses „Rollbrett“ wird ebenfalls dank eines Elektromotors betrieben, verfügt aber, im Gegensatz zu Elektroscooter und Co. nicht über eine Lenkstange oder ähnliches. Durch eine wechselnde Fußstellung, bzw. Gleichgewichtsverlagerung wird das Hoverboard gesteuert. Wenn du auf der Suche nach einem passenden Hoverboard Modell bist, dann schau dich am besten auf dieser ausführlichen Testseite um. Einen ausführlichen Hoverboard Test könnt ihr in diesem Video ansehen:

Da das Hoverboard oftmals schneller als 6 km/h fährt und über einen Elektromotor verfügt, dürfen sie nicht auf Radwegen oder Bürgersteigen genutzt werden. Vielmehr müssten sie- laut deutschem Recht- eigentlich auf der Straße fahren. Jedoch bekommen die Hoverboards in der Regel keine Straßenzulassung, da diverse Sicherheitsvorschriften wie Licht etc. gar nicht gegeben sind. Daher dürfen die Hoverboards nur auf privatem Gelände genutzt werden, jedoch nicht im öffentlichen Straßenverkehr. Somit ist es eher unwahrscheinlich, dass die Hoverboards in naher Zukunft auf deutschen Straßen unterwegs sein werden.